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Stegplatten-Glossar: Fachbegriffe von A bis Z
Möchtest du eine Produktbeschreibung verstehen oder die passende Verlegeanleitung lesen? Hier findest du die wichtigsten Begriffe zu Kunststoffplatten, Profilen und Montage. Die Erklärungen helfen dir bei der Auswahl. Maßangaben und Freigaben entnimmst du immer den Unterlagen der konkreten Platte und ihres Befestigungssystems.

- Werkstoff und Plattenaufbau unterscheiden
- Kennwerte dem konkreten Produkt zuordnen
- Montagebegriffe vor dem Aufmaß klären
Kurz-Antwort
Stegplatte bezeichnet den Aufbau mit Hohlkammern, Polycarbonat den Werkstoff. Ein U-Wert beschreibt den Wärmedurchgang einer bestimmten Ausführung. Begriffe wie Mittelprofil, Dehnungsfuge und Einspanntiefe erklären dagegen den Einbau. Erst zusammen ergeben diese Angaben eine belastbare Grundlage für deine Auswahl.
Suche den Begriff und prüfe seinen Zusammenhang
Nutze die Suchfunktion deines Browsers oder die alphabetische Liste. Lies anschließend die Produktangabe, aus der deine Frage stammt, noch einmal. Eine hohe Lichtdurchlässigkeit beantwortet beispielsweise nicht die Frage nach der Tragfähigkeit. Auch ein Materialname legt weder die Profilgröße noch die Befestigung fest.
Von Abschlussprofil bis Zuschnitt
Abschlussprofil
Profil an der Stirnseite einer Stegplatte. Es schützt den Abschluss und ergänzt das vorgesehene Band. Die Ausbildung an der oberen und unteren Plattenkante richtet sich nach der Verlegeanleitung.
Acrylglas, PMMA
Transparenter Kunststoff, der als Massivplatte, Stegplatte oder profilierte Platte angeboten werden kann. PLEXIGLAS® ist eine Marke für Acrylglas, keine allgemeine Bezeichnung sämtlicher transparenter Kunststoffe.
Aluverbundplatte
Verbund aus Aluminiumdeckschichten und einem Kern. Aufbau und Oberfläche unterscheiden sich nach Produktserie. DIBOND® ist eine Marke; nicht jede Aluverbundplatte besitzt dieselben Eigenschaften oder Anwendungsfreigaben.
Anti-Dust-Tape
Filterband für dafür vorgesehene offene Kammerenden. Es vermindert den Eintritt von Schmutz und ermöglicht den in der Anleitung vorgesehenen Feuchtigkeitsaustausch. Es macht die Kammer nicht dauerhaft kondensatfrei.
Auflagegummi
Elastische Auflage zwischen Platte und Unterkonstruktion beziehungsweise Profil. Form und Abmessungen gehören zum jeweiligen System. Ein beliebiger Gummistreifen ist kein nachgewiesener Ersatz für eine passende Dichtung.
Befestigungssteg
Teil eines Profils, an dem die Befestigung vorgesehen ist. Seine Lage erkennst du in der Produktzeichnung.
Brandschutzklasse
Einordnung des Brandverhaltens einer geprüften Ausführung. Sie gehört zum konkreten Produkt und den Prüfbedingungen. Eine Klasse lässt sich nicht allein vom Werkstoff auf sämtliche Platten übertragen.
Bruchdehnung
Gemessene Dehnung einer Materialprobe bis zum Bruch. Sie ist kein Maß für die zulässige Bewegung eines eingebauten Bauteils.
Coextrusion
Herstellverfahren, bei dem verschiedene Materialschichten gemeinsam geformt werden. Bei Polycarbonatplatten kann so eine UV-Schutzschicht entstehen. Ob eine oder beide Seiten geschützt sind, steht in den Produktunterlagen.
Dehnungsfuge
Freier Bewegungsraum für Maßänderungen. Er verhindert, dass sich eine Platte bei Wärme starr zwischen angrenzenden Bauteilen verspannt. Die erforderliche Größe hängt von Material, Länge und Einbausystem ab.
Dichtkalotte
Geformtes Befestigungsteil, das zur Kontur einer profilierten Platte passt und die Verbindung mit abdichtet. Es muss zusammen mit Schraube, Dichtung und gegebenenfalls Abstandhalter zum Wellplattensystem passen.
Dichtungsband
Sammelbegriff für Bänder mit unterschiedlichen Aufgaben. Ein geschlossenes Abschlussband, ein Filterband und ein Auflageband sind nicht austauschbar. Wähle das Band nach seiner Funktion im vorgesehenen Aufbau.
Doppelstegplatte
Eine Bauform innerhalb der Stegplatten mit Deckschichten und dazwischenliegenden Stegen. Im Handel wird der Begriff teilweise weiter gefasst. Für den tatsächlichen Aufbau ist die Querschnittszeichnung verlässlicher als die Kurzbezeichnung.
Dreifachstegplatte
Stegplatte mit einem entsprechend mehrschichtigen Querschnitt. Die zusätzliche Struktur beeinflusst Licht und Wärmedurchgang. Den U-Wert musst du trotzdem für die jeweilige Stärke und Ausführung nachlesen.
Einspanntiefe
Bereich der Platte, der im Profil gehalten wird. Er darf bei der Maßplanung nicht mit der sichtbaren Öffnung verwechselt werden. Einspanntiefe und Bewegungsraum müssen gleichzeitig erhalten bleiben.
EPDM-Lippe
Dichtlippe aus einem elastischen Werkstoff. Im passenden System liegt sie an der Platte an und unterstützt die Abdichtung. Ihre Form und Verträglichkeit sind genauso wichtig wie die Materialbezeichnung.
Fünffachstegplatte
Mehrschichtige Stegplatte mit entsprechendem Kammeraufbau. Der Name bedeutet nicht automatisch die beste Wärmedämmung aller Stegplatten. Unterschiedliche Geometrien und Dicken können andere Kennwerte ergeben.
GFK
Glasfaserverstärkter Kunststoff. Glasfasern verstärken einen Kunststoffverbund. Eigenschaften wie Lichtdurchgang, Oberfläche und Brandverhalten hängen vom Produkt ab.
Hagelbeständigkeit
Widerstand einer bestimmten Platte gegen definierte Hagelbeanspruchung. Prüfgröße, Geschwindigkeit und Zustand der Probe gehören zur Aussage. Eine Herstellergarantie gilt nur nach den Bedingungen des Herstellers.
HPL
Hochdrucklaminat aus harzgebundenen Papierlagen. Für Außenanwendungen kommt eine dafür ausgewiesene Ausführung infrage. Die Eignung als Balkonfüllung oder Fassadenplatte muss gesondert zum vorgesehenen Aufbau passen.
Kaltbiegen
Biegen einer dafür geeigneten Platte ohne Erwärmung. Bei Stegplatten sind Biegerichtung und Mindestbiegeradius produktspezifisch. Eine Platte darf nicht allein deshalb gebogen werden, weil sie sich von Hand verformen lässt.
Klemmdeckel
Bezeichnung, die je nach System unterschiedlich verwendet wird. In den beschriebenen SV-Alu-Systemen ist damit die optionale Abdeckung der Schraubköpfe gemeint. Sie ersetzt nicht das verschraubte Oberprofil.
Klemmleiste
Bauteil, das eine Platte im vorgesehenen System festhält. Die Befestigung muss sicheren Halt mit dem erforderlichen Bewegungsraum verbinden.
Lichtdurchlässigkeit
Anteil des sichtbaren Lichts, der durch eine konkrete Platte gelangt. Stärke, Farbe und Kammeraufbau beeinflussen den Wert. Sichtbare Helligkeit und UV-Durchlässigkeit sind unterschiedliche Eigenschaften.
Lichtplatte
Sammelbegriff für lichtdurchlässige Platten. Häufig sind damit profilierte Dachplatten gemeint. Prüfe beim Lesen einer Beschreibung immer, welcher Werkstoff und welche Kontur tatsächlich angeboten werden.
Lichtstreuung
Verteilung einfallenden Lichts in unterschiedliche Richtungen. Eine lichtstreuende Platte kann durchscheinend wirken, ohne eine klare Durchsicht zu bieten. Streuung ist nicht gleichbedeutend mit zusätzlichem Wärmeschutz.
Massivplatte
Platte mit durchgehendem Querschnitt ohne Hohlkammern. Es gibt sie aus unterschiedlichen Kunststoffen. Eine massive Bauform bedeutet nicht, dass sämtliche Varianten gleich kratzfest oder gleich belastbar sind.
Mindestdachneigung
Kleinste für ein bestimmtes System vorgesehene Neigung. Sie unterstützt dessen Wasserführung. Maßgeblich ist die passende Anleitung; Werte anderer Werkstoffe oder Dachformen sind nicht ohne Weiteres übertragbar.
Mittelprofil
Profil am Stoß benachbarter Platten. Es hält die angrenzenden Plattenkanten im vorgesehenen Aufbau. Anzahl und Länge ergeben sich aus dem tatsächlichen Verlegeplan und dem gewählten System.
Polycarbonat, PC
Schlagzäher transparenter Kunststoff. Bei Außenanwendungen gehören UV-Schutz und richtige Einbaurichtung zur Produktauswahl. Die Werkstoffeigenschaft allein ist keine Zusage für Hagelsicherheit oder eine bestimmte Dachlast.
PVC
Kunststoff, aus dem unter anderem profilierte Platten, Hartschaumplatten und Paneele hergestellt werden. Diese Produktgruppen unterscheiden sich in Aufbau und Verwendung.
Querlattung
Quer zur Hauptverlegerichtung angeordnete Auflage der Unterkonstruktion. Der erforderliche Abstand ergibt sich aus Plattentyp, Befestigung und Belastung.
Randprofil
Profil am seitlichen Abschluss eines Plattenfeldes. Seine Funktion unterscheidet sich vom Stirnseitenabschluss und vom Wandanschluss. Entscheidend ist, welche Plattenkante es im jeweiligen System halten soll.
Reflexband
Reflektierendes Band für dafür vorgesehene Kontaktflächen der Unterkonstruktion. Es kann deren Erwärmung unter lichtdurchlässigen Platten vermindern. Verarbeitung und Einsatz ergeben sich aus der Systemanleitung.
Schlagfestigkeit
Widerstand eines Materials oder Bauteils gegen eine definierte Stoßbeanspruchung. Unterschiedliche Prüfverfahren liefern nicht unmittelbar vergleichbare Werte. Daraus lässt sich keine pauschale zulässige Hagelkorngröße ableiten.
Schneelast
Belastung einer Konstruktion durch Schnee. Standort und Bauform beeinflussen die Bemessung. Ein Materialdatenblatt allein legt nicht fest, welche Schneelast das vollständige Dach tragen kann.
Schraubprofil
Profil, dessen vorgesehene Bauteile verschraubt werden. Art, Lage und Abstand der Schrauben gehören zum System.
Schraubstutzen
Verschraubbarer Anschluss, etwa zwischen Regenrinne und Fallrohr. Bohröffnung, Dichtungen und Montagefolge müssen zum konkreten Bauteil passen.
Sparrenabstand
Abstand der tragenden Längsbauteile. Prüfe, ob eine Angabe das Achsmaß oder die lichte Weite meint. Für die Plattenbestellung kommen Profilbreite, Einspanntiefe und Dehnungsspiel hinzu.
Spezialsilikon
Dichtstoff mit ausgewiesener Eignung für die beteiligten Materialien. Die Angabe „neutralvernetzend“ allein ersetzt keinen Verträglichkeitsnachweis. Silikon soll vorgesehene Fugen abdichten, keine mangelhafte Befestigung ausgleichen.
Stegplatte
Platte mit Deckschichten, inneren Stegen und Hohlkammern. Unterschiedliche Querschnitte ermöglichen verschiedene Eigenschaften. Für die Auswahl zählen Werkstoff, Stärke, Struktur und Montagebedingungen.
Temperaturbeständigkeit
Angegebener Einsatzbereich eines konkreten Materials unter festgelegten Bedingungen. Er ist keine pauschale Freigabe für jede Wärmequelle. Oberflächen, Klebstoffe und angrenzende Bauteile können andere Grenzen haben.
Thermische Ausdehnung
Maßänderung durch Temperaturänderung. Kunststoffplatten brauchen deshalb Bewegungsraum an Profilen und Befestigungen. Ein pauschaler Abzug am Bestellmaß kann sowohl zu wenig Spiel als auch zu wenig Halt ergeben.
Thermoplast
Kunststoff, dessen Formverhalten sich unter Wärme verändert. Polycarbonat und Acrylglas gehören dazu. Für den Einbau sind die zulässigen Temperaturen und Bewegungen der konkreten Ausführung maßgeblich.
Trapezplatte
Profilierte Platte mit trapezförmigem Querschnitt. Wellenabstand, Profilhöhe und Befestigung müssen zum Aufbau passen. Ähnliche Außenmaße bedeuten nicht, dass zwei Konturen miteinander verbunden werden können.
Traufprofil
Abschluss an der unteren Dachkante. Je nach Bauform unterstützt es Wasserführung und Schutz der Plattenenden. Vorgesehene Ablauföffnungen müssen frei bleiben, damit Wasser den Aufbau verlassen kann.
Unterkonstruktion
Tragender Aufbau unter oder hinter den Platten. Er nimmt Lasten auf und stellt die Befestigungspunkte bereit.
UV-Schutzschicht
Schicht zum Schutz des Kunststoffs vor UV-bedingter Alterung. Ihre Lage muss beim Einbau beachtet werden. Schutzfolie und dauerhafte UV-Schutzschicht sind unterschiedliche Bestandteile der Lieferung.
U-Wert
Wärmedurchgangskoeffizient. Ein niedrigerer Wert bedeutet unter vergleichbaren Bedingungen weniger Wärmedurchgang durch das geprüfte Bauteil. Er beschreibt nicht allein den Energiebedarf eines ganzen Gewächshauses.
Vergilbungsbeständigkeit
Verhalten einer Ausführung gegenüber Farbänderungen, etwa unter UV-Einwirkung. Aussagen und mögliche Garantien gehören zum konkreten Produkt.
Verlegeprofil
Sammelbegriff für Profile zur Montage von Platten. Verbindung, Randabschluss und Auflage können unterschiedlich gelöst sein. Verwende die im System vorgesehenen Komponenten zusammen.
Wandanschluss
Anschluss zwischen Dach und Wand. Das Profil unterstützt die Wasserführung, während die Befestigung des Tragwerks eine eigene Aufgabe hat. Fassade, obere Abdichtung und Bewegungsraum sind gemeinsam zu planen.
Wärmedämmung
Begrenzung des Wärmedurchgangs durch einen Bauteilaufbau. Hohlkammern beeinflussen die Dämmung von Stegplatten. Anzahl der Kammern und Plattenstärke allein ersetzen den ausgewiesenen U-Wert nicht.
Wellental
Tiefer liegender Bereich einer Wellplatte. Dort läuft Wasser entlang der Dachneigung ab. Die Befestigungsposition richtet sich nach Dach- oder Wandanwendung und nach der jeweiligen Verlegeanleitung.
Wellplatte
Profilierte Platte mit wellenförmigem Querschnitt. Sie wird aus unterschiedlichen Werkstoffen angeboten. Kontur und Nutzbreite sind bei Austausch und Überlappung ebenso wichtig wie Länge und Stärke.
Windlast
Druck und Sog des Windes auf die Konstruktion. Auch Verankerung und Befestigung müssen dazu passen. Die Materialstärke allein belegt keine Widerstandsfähigkeit bei einer bestimmten Windgeschwindigkeit.
Witterungsbeständigkeit
Verhalten unter Umwelteinflüssen wie Sonne, Niederschlag und Temperaturwechsel. Eine dafür ausgewiesene Platte benötigt trotzdem passende Montage und Pflege.
X-Struktur
Kammeraufbau mit diagonal verlaufenden inneren Stegen. Er beeinflusst die mechanischen und thermischen Eigenschaften. Für einen Vergleich benötigst du die Kennwerte der konkreten Ausführung.
Zuschnitt
Bearbeitung auf ein bestelltes Fertigmaß. Der angebotene Zuschnitt ist im Plattenpreis enthalten; die Liefertoleranz beträgt ±2 mm. Montagebedingtes Dehnungsspiel musst du bei der Planung zusätzlich berücksichtigen.
Vom Begriff zur passenden Anleitung
Für deine Materialwahl hilft der Stegplattenvergleich. Profilfunktionen erklärt der Montageratgeber für Aluprofile. Geht es um ein Fertigmaß, lies die Angaben zum Zuschnitt und die Verlegeanleitung deines Systems gemeinsam.
Ein Begriff ist noch unklar?
Schick uns die betreffende Produktbezeichnung oder den Ausschnitt deiner Anleitung mit deiner Frage.














