Verlegeanleitungen

Zur Planung der Unterkonstruktion

  • Gestalten Sie die Unterkonstruktion nach den Abmessungen der ausgewählten Platten, um unnötigen Verschnitt zu vermeiden.
  • Die Unterkonstruktion muss statisch tragend und verzugsfrei sein.
  • Das Achsmaß bei Verwendung des Verlegesystems (Mitte Profilsystem/Mitte Profilsystem) beträgt Plattenbreite + 25 mm.
  • Das Gefälle sollte mindestens 5 Grad betragen, das entspricht 9 cm Höhenunterschied je Meter Plattenlänge
  • Sparren über 60 mm Breite sowie Querpfetten müssen an der Oberseite hell, bzw. lichtreflektierend sein.
  • Sofern Sie die Unterkonstruktion streichen, müssen die Lacke und Lasuren in jedem Fall vor der Montage ausgedünstet und trocken sein.
  • Die Platten dürfen im Stapel nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein und nicht auf aufgeheizten Flächen gelagert werden.
  • Bei Acrylglas-Stegplatten ist die Längenausdehnung von 6mm/m zu beachten. Bei Polycarbonat-Stegplatten ist eine Längenausdehnung von 3mm/m zu beachten.

Vorbereitung der Profile

Die Verlegeprofile werden auf die gewünschte Länge zugeschnitten. Die sichtbaren Oberseiten der Unterkonstruktion müssen hell, bzw. lichtreflektierend sein.

Die Profile werden gemäß den oberen Abbildungen vorgebohrt.
A = links und rechts versetzt alle 300 mm mit 5,0 mm Durchmesser vorbohren
B = mittig alle 300 mm mit 7,0 mm Durchmesser vorbohren
C = mittig alle 300 mm mit 5,5 mm Durchmesser vorbohren
* Bei Verwendung des optional lieferbaren, vorgelochten Oberprofils in Verbindung mit den Bohrschrauben 5,5 x 35 mm, entfallen die Bohrungen B und C.

Die Alu-Haltewinkel werden an den unteren Stirnseiten der Mittel- und Randprofile mit je 2 Schrauben 4,8 x 16 mm befestigt. Danach werden die Unterteile des jeweiligen Profilsystems auf der Unterkonstruktion befestigt.

Vorbereitung der Platten

Bauseitige Plattenzuschnitte werden mit einem hochtourigen, hartmetallbestücktem Vielzahnsägeblatt durchgeführt. In die Kammern eingedrungene Späne werden mit Druckluft ausgeblasen. Auf keinen Fall mit Wasser ausspülen! Es ist darauf zu achten, dass die Platte mit der gekennzeichneten Seite nach außen verlegt wird (auf Schutzfolie gekennzeichnet).

Die untere Stirnseite wird mit dem Aluminium-Tropfkantenprofil verschlossen. Bei Bedarf kann die untere Stirnseite vorher noch zusätzlich mit einem atmungsaktiven „Anti-dust“-Klebeband abgeklebt werden. Dies kann ggfs. das Eindringen von Staub in die Kammern verhindern, jedoch in Einzelfällen zu erhöhter Kondenswasserbildung in den Kammern führen! Die obere Stirnseite wird mit einem geeigneten Klebeband luftdicht verklebt und anschließend mit einem Aluminium-Abschlussprofil verschlossen.

Endmontage

Vor dem Auflegen der Platten wird die Schutz-folie an den Längsseiten etwas gelöst. Dann wird die erste Platte aufgelegt, bis an die Haltewinkel geschoben und ausgerichtet. Achten Sie darauf, dass die gekennzeichnete Plattenoberfläche nach oben und die Tropfnase des unteren Profils nach unten zeigen. Dann wird die Platte auf der Längsseite mit Hilfe des Oberteiles des Profils-ystems befestigt. Nach diesem Schema werden auch alle weiteren Platten montiert. Ist eine Platte komplett befestigt und fertig verlegt, wird die obere Schutzfolie abgezogen. Die unteren Schutzfolien werden erst am Ende entfernt.

Reinigung

Nur mit viel Wasser und einem weichen Lappen arbeiten. Scheuernde Mittel oder einen Hochdruckreiniger mit Dreckfräse dürfen nicht verwendet werden. Um das Dach zu begehen, muss eine Laufbohle über die tragenden Teile gelegt werden, um ein Durchstürzen und Kratzer auf den Platten zu vermeiden. Die Platten sind nicht direkt begehbar!

Allgemeine Hinweise zur Verlegung und Bearbeitung

Lagerung

  • Wellplatten sind eben auf Paletten und Kanthölzern zu lagern
  • Platten dürfen nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein.
  • Temperaturen über 60° Celsius (Hitzestau) sind zu vermeiden.
  • Die Lagerung muss trocken und staubfrei, möglichst im Innenbereich erfolgen. Bei Lagerungen im Außenbereich sind die Platten mit weißer PE-Folie gegen Witterungseinflüsse rundum zu schützen.

Bitte beachten Sie bei der Planung der Unterkonstruktion

  • Die Unterkonstruktion ist gemäß den statischen Erfordernissen bezüglich Wind und Schneelasten auszuführen.
  • Empfohlenes Material für die Unterkonstruktion: Verzugsfreies Holz (Brettschichtholz) oder Metall.
  • Die Mindestdachneigung beträgt 5 Grad (entspricht 9 cm pro Meter). Durch eine stärke Dachneigung wird der Selbstreinigungseffekt der Platten erhöht.
  • Die Unterkonstruktion muss auf der Oberseite mit weißer Dispersionsfarbe oder reflektierend mit Aluminium-Klebeband ausgebildet sein.
  • Lacke und Lasuren müssen vor der Montage der Platten ausgedünstet und trocken sein.
  • Wellplatten werden quer zum Gefälle bzw. zur Wasserlaufrichtung unterstützt.
  • Bitte beachten Sie die jeweils gültigen Unterstützungsabstände gemäß den Angaben in unserer Preisliste.

Hinweis

  • Bitte beachten Sie, dass alle Wellplatten nur auf entsprechend geeigneten Laufbohlen begehbar sind
  • Für den Dachbereich sind folgende Maximaltemperaturen zu beachten: Für Wellplatten aus PVC gilt eine Maximaltemperatur von 60 °C, für Wellplatten aus Acrylglas liegt diese bei 75 °C.

Reinigung und Pflege

  • Die Platten können mit einem handelsüblichen Haushaltsspülmittel und klarem Wasser gereinigt werden.

Bauseitige Zuschnitte werden mit einem hochtourigen, hartmetallbestücktem Vielzahnsägeblatt oder einer Stichsäge ohne Pendelhub (Kunststoffsägeblatt) durchgeführt. Darauf achten, dass die Platten beim Zuschneiden fest aufliegen. Beim Schneiden der Platten ist ein Seitenanschlag zu verwenden, um Verkantungen zu vermeiden.

Die Bohrlöcher mit einem Kegel- oder Stufenbohrer durchführen. Die Bohrlöcher mindestens 4 mm größer als den Schraubenschaftdurchmesser dimensionieren. Der Schraubenschaft muss mittig im Bohrloch platziert werden, um eine gleichmäßige Ausdehnung der Platten zu gewährleisten. Die Befestigungsschrauben sind nicht zu fest anzuziehen. Beim Bohren ist die Platte am Bohrpunkt zu unterstützen, um Vibrationen zu vermeiden. An den Überlappungspunkten ist keine Verschraubung vorzunehmen.

Die Platten werden in der Seitenüberlappung immer entgegen der Hauptwetterrichtung verlegt. Die Überdeckung in Richtung des Wasserlaufs ist abhängig von der jeweiligen Dachneigung: Dachneigung von 5 bis 17 Grad = 200 mm; Dachneigung über 17 Grad = 150 mm.
Die Platten werden in Wasserlaufrichtung verlegt. Die maximalen Verlegelängen der einzelnen Plattensorten sind gemäß den Angaben in unserer Preisliste einzuhalten.

Die Befestigung der Platten erfolgt im Dachbereich auf dem Wellenberg, als Wandverkleidung im Wellental.

Werkstoff Profil Befestigungen Wellenberg/ -tal
Acryl 76/18 2. – 5.- 9.- 12
130/30 2.- 6.
177/51 1.- 3.- 5.
PVC / PC 76/18 1.- 4.- 7.- 10.- 13.
70/18 1.- 4.- 7.- 10.- 13.- 15.
130 / 30 1.- 3.- 5.
177 / 51 (P5) 1.- 3.- 5.
177 / 51 (P6) 1.- 3.- 4.- 6.

Längenausdehnung

Highlux Wellplatten 4 – 5 mm / m
Marlon Wellplatten 3 – 4 mm / m
Renolit Ondex HR, Sollux und PVC-Wellplatten 3 – 4 mm / m
GFK-Wellplatten 1 – 2 mm / m

Verlegen von Wellplatten aus Polycarbonat und PVC


Mit der gekennzeichneten Fläche nach außen auf die Unterkonstruktion legen. Bei strukturierten Wellplatten ist die strukturierte Seite nach innen zu verlegen. PVC- und Polycarbonat-Wellplatten sind mit der gekennzeichneten UV-Schutzseite nach außen zu verlegen.


Entsprechend passende Abstandhalter sind bei Dachverglasung zu verwenden. Den Abstandhalter zwischen Unterkonstruktion und Platte unter das Bohrloch legen.


Mittig durch das Bohrloch die Platten mit den geeigneten Schrauben befestigen, die Schrauben nicht zu fest anziehen.


Platten mit der glatten Seite nach außen auf die Unterkonstruktion legen.


Ist sowohl eine Seiten- als auch Höhenüberlappung geplant, wird ein Eckenschnitt ausgeführt, um eine 4-fache Überlagerung der Wellplatten zu verhindern. Hierbei werden die beiden mittleren Platten angeschrägt geschnitten, dass diese nebeneinander liegen (Dehnung 10 mm).
Bei Wellplatten aus Acrylglas dürfen keine Abstandhalter verwendet werden!


Die Kalotte passend über das Bohrloch legen. Mittig durch das Bohrloch die Platten mit den geeigneten Schrauben befestigen, die Schrauben nicht zu fest anziehen.
Die Wärmedehnung von Acryl bedingt eine Beschränkung der Plattenlänge. Einzeln dürfen die verlegten Platten maximal 4000 mm lang sein. Bei größeren Dachlängen sind mehrere Einzelplatten höhenüberdeckend zu verlegen.

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