DIY-Pillar Terrassendach

Terrassendach 4×3 m selber bauen.

Du baust deine Überdachung an einem verlängerten Wochenende — wenn Maße, Profile und Reihenfolge stimmen. Wir führen dich vom Bauamt bis zum letzten Anti-Dust-Tape.

10Schritte komplettMindest-Neigung2 TageMontage zu zweit
01 — Anleitung 10 Schritte

Vom leeren Garten zur fertigen Überdachung.

4×3 m Grundfläche, 16 mm Polycarbonat-Stegplatten, Aluminium-Profilsystem, Befestigung an der Hauswand. Jeder Schritt ist Pflicht — überspringe keinen.

So sieht dein Ziel aus — fertiges Stegplatten-Terrassendach am Abend (Symbolvideo)
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Genehmigung klären.

Bauamt-Anruf

Vor dem ersten Pfosten: Anruf beim Bauamt. NRW genehmigt 4×3 m an der Hauswand meist verfahrensfrei, Bayern verlangt Bauantrag ab 30 m³, Baden-Württemberg häufig schon ab 20 m². Lass dir die Aussage schriftlich geben.

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Dachneigung berechnen.

min. 5°

Bei 3 m Auskragung heißt 5° Neigung: Wandanschluss 26 cm höher als Vorderkante. Unter 5° bleibt Wasser stehen, Algen-Schleier nach einem Sommer garantiert. Detail-Berechnung.

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Material-Stückliste.

4 Platten + 5 Profile

Für 4×3 m brauchst du exakt: 4 Stegplatten 980×3100 mm in 16 mm, 3 Mittelprofile + 2 Randprofile + 1 Wandanschluss + 1 Traufprofil, 32 Edelstahl-Schrauben A2 mit EPDM-Kalotten, 8 m Anti-Dust-Tape. Komplett-Bausatz spart die Stückliste.

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Punktfundamente setzen.

Pflicht 80×80 cm 80 cm tief

Zwei Pfosten vorne, je 80×80 cm Punktfundament, 80 cm tief (frostfrei). Beton C25/30, H-Pfostenanker einbetonieren, 24 Stunden aushärten. Lose Aufstellen auf Gehwegplatten ist kein Bauen.

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Pfetten und Sparren montieren.

KVH 80×120

Wandanschluss-Pfette KVH 80×120 mm waagerecht an die Hauswand, Schraubabstand 60 cm in tragenden Untergrund. Sparren KVH 80×120 mm im Achsabstand 1.040 mm — exakt der Plattenbreite minus Profilfräsung.

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Mittelprofile vor Plattenlegen.

EPDM + A2

Die Unterprofile aus Aluminium kommen jetzt — direkt auf die Sparren, mit EPDM-Dichtung und Edelstahl-Schraube A2 alle 50 cm. Wichtig: Profile dürfen sich später ausdehnen. 2 mm Spiel in den Schraublöchern, sonst beult das Alu im Sommer auf.

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Erste Platte einlegen.

UV-Seite oben

Schutzfolie aufrollen, nicht abziehen. Aufdruck mit „UV-protected this side up“ zeigt zur Sonne — verkehrt herum verlierst du 70 % der Lebensdauer. Stege laufen in Gefäll-Richtung, damit Kondenswasser nach unten ablaufen kann.

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Plattenfeld komplettieren.

4 mm Dehnungsfuge

Reihe für Reihe weitermachen, jede Platte mit 4 mm Dehnungsfuge zur nächsten. Schutzfolie an den Rändern auf 5 cm zurückrollen — der Rest bleibt drauf, bis das Dach steht.

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Anti-Dust-Tape + Endprofile.

oben dicht, unten perforiert

Oberkante: Anti-Dust-Tape (geschlossen, alukaschiert) — hält Staub und Insekten aus den Stegen. Unterkante: Diffusions-Tape mit Mikro-Perforation, lässt Kondenswasser raus. Beides falsch herum = grüne Stege nach 18 Monaten.

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Wandanschluss + Funktions-Test.

Wasserschlauch-Probe

Wandanschluss-Profil mit EPDM-Lippe gegen die Hauswand. Traufprofil mit Tropfnase an die Vorderkante. Schutzfolie komplett abziehen. Gartenschlauch auf den Wandanschluss halten — zwei Minuten beobachten. Läuft alles nach vorne ab? Fertig.

02 — Häufige Fragen

Was Selbstbauer immer wieder fragen.

Alu-Klemmprofil im Detail — so sitzen Platte und Dichtung im Profil (Symbolvideo)
Brauche ich für 4×3 m wirklich eine Genehmigung?
Bundesland-abhängig. NRW, Niedersachsen und Brandenburg sind für Anbau-Überdachungen bis ca. 30 m² meist verfahrensfrei. Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen verlangen häufig einen Bauantrag. Ruf beim örtlichen Bauamt an.
Reichen 5° Dachneigung wirklich?
5° ist die untere Grenze für Polycarbonat-Stegplatten. Darunter staut sich Wasser, Schmutz setzt sich fest. Wir empfehlen 7° in der Praxis — der Selbstreinigungs-Effekt setzt deutlich sichtbar ein. Dachneigungs-Rechner.
Warum 16 mm Polycarbonat — nicht 10 mm?
16 mm trägt 200 kg/m² Schneelast (Norddeutschland Schneelastzone 2 sicher abgedeckt), 10 mm nur 120 kg/m². Aufpreis pro m² unter 12 €. Bei einem 4×3-Dach sind das knapp 144 € für deutlich mehr Sicherheit.
Punktfundamente oder Gehwegplatten?
Punktfundamente sind Pflicht. Eine 4×3-Überdachung mit Schneelast wird zur Tragfläche im Sturm. Gehwegplatten halten den Hebelkräften nicht stand — das ist keine Bauweise, das ist Schadensanmeldung in Wartestellung.
Was passiert mit UV-Seite verkehrt herum?
Polycarbonat ohne UV-Schutzschicht wird in 18-24 Monaten vergilben, spröde werden und reißen. Die Schutzfolie zeigt mit Aufdruck nach oben — diese Seite gehört zur Sonne. Im Zweifel vor der Montage stoppen und prüfen.
Wie lange hält das Dach?
Polycarbonat-Stegplatten mit beidseitiger UV-Co-Extrusion: 10 Jahre Garantie auf Bruch und Vergilbung, real 20-25 Jahre bei korrekter Montage. Aluminium-Profile halten länger als das Haus. EPDM-Dichtungen tausch nach 12-15 Jahren.
Was kostet das Material für 4×3 m komplett?
Für 16 mm Polycarbonat klar mit Alu-Profilsystem, Schrauben, Tapes und Wandanschluss kalkulierst du 1.200-1.600 € Material. Mit Pfosten, Pfetten, Sparren und Punktfundamenten landest du bei 1.800-2.400 € Komplett-Aufwand.
03 — Zuschnitt & Bausatz

Maßgenauer Zuschnitt für dein Projekt.

Du musst nicht jede Schraube einzeln bestellen. Unser Bausatz-Konfigurator rechnet Maße, Profile und Befestigung in einem Durchlauf. Bei Sondermaßen ruf an — Fachteam plant mit dir.

Maßgenauer Zuschnitt — deine Platten kommen passend für dein Projekt (Symbolvideo)

Stückliste vorkonfiguriert geliefert.

Daimlerstraße 4, 45891 Gelsenkirchen · kontakt@stegplattenversand.de · 10 Jahre UV-Garantie