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Stegplatten oder Wellplatten: welche Bauform passt zu deinem Dach?
Vergleiche Stegplatten und Wellplatten als vollständige Dachaufbauten. Beide Bauformen bringen in lichtdurchlässiger Ausführung Tageslicht unter dein Dach. Der Unterschied beginnt beim Querschnitt und setzt sich bei Befestigung, Auflagern und Abschlüssen fort. Entscheide zuerst nach Nutzung und vorhandener Konstruktion. Danach stellst du Platten und Zubehör zusammen und vergleichst die Gesamtkosten.

- Vorhandene Konstruktion und Anschlussstellen aufnehmen
- Bauform und Werkstoff getrennt auswählen
- Platten und Zubehör gemeinsam kalkulieren
Kurz-Antwort
Wähle Stegplatten als Ausgangspunkt, wenn du Hohlkammeraufbau und Wärmedämmung vergleichen möchtest. Sie werden im hier beschriebenen Dachsystem durch Klemmprofile gehalten. Für eine profilierte Eindeckung mit Überdeckungen betrachtest du Wellplatten und deren Befestigungssystem. Bei einem bestehenden Dach beginnt die Auswahl mit den vorhandenen Auflagern und Anschlüssen.
Wähle Bauform und Werkstoff getrennt aus
Sieh dir zuerst den Plattenquerschnitt an. Stegplatten bestehen aus Deckschichten, die durch innere Stege verbunden sind. Zur Gruppe gehören Doppelsteg-, Dreifach- und Mehrfachstrukturen. Querschnitt und Typbezeichnung zeigen dir, welcher Aufbau hinter dem Handelsnamen steht.
Wellplatten besitzen beispielsweise ein Sinus- oder Trapezprofil. Vergleiche beim Ersatz den Wellenabstand, die Profilhöhe und die Randgeometrie mit der bestehenden Eindeckung. Halte die Profilbezeichnung und ein Foto der Plattenkante bereit. So lässt sich die passende Form gezielt zuordnen.
Wähle anschließend den Werkstoff. Polycarbonat und Acrylglas sind Materialien, die in verschiedenen Bauformen vorkommen. PVC ist ebenfalls als profilierte Dachplatte erhältlich. Notiere Bauform, Werkstoff und konkrete Ausführung gemeinsam in deiner Auswahl.
| Merkmal | Stegplatten | Wellplatten |
|---|---|---|
| Querschnitt | Deckschichten, Stege und Hohlkammern | Gewelltes oder trapezförmiges Profil |
| Vergleichsmerkmale | Stärke, Kammerstruktur, Farbe und Typ | Profilgeometrie, Materialstärke, Oberfläche und Farbe |
| Befestigung im beschriebenen Dach | Passende Klemmprofile auf den Auflagern | Produktspezifische Befestiger und Überdeckungen |
| Abschlüsse | Kammerenden, Traufe und Wandanschluss | Profilgerechte Überdeckungen, Traufe und Anschlussstücke |
| Ersatzplatte | Stärke und Aufnahme im Profil abgleichen | Gesamten Profilquerschnitt und Nutzbreite abgleichen |
Vergleiche den U-Wert passend zur Nutzung
Beziehe bei einem geschlossenen Raum den U-Wert in die Auswahl ein. Ein niedrigerer Wert bedeutet weniger Wärmedurchgang durch die betrachtete Platte. Die MARLON® ST Dreifachplatte hat bei 16 mm Stärke einen U-Wert von 2,4 W/m²K. Dieser Beispielwert gehört genau zu dieser Kammerstruktur.
Bei einem offenen Carport steht meist der Wetterschutz im Vordergrund. Ordne die Dämmung deshalb nach der tatsächlichen Nutzung ein. Soll die Terrasse später geschlossen werden, nimm diese Nutzung schon in die Anforderungsliste auf.
Eine einwandige Wellplatte hat einen anderen Aufbau als eine mehrschichtige Stegplatte. Verwende für den Vergleich die Wärmedaten beider konkreten Produkte. Für den gesamten Raum zählen zusätzlich Profile, Anschlüsse und die übrigen Bauteile; der Plattenwert beschreibt nur einen Teil der Hülle.
Vergleiche Farbe, Struktur und Lichtdurchgang zusammen
Wähle den gewünschten Lichteindruck und sieh dir beide Querschnitte im Bezug zum Haus an. Klare Stegplatten zeigen ihre inneren Stege. Bei Wellplatten bleibt die Profilform sichtbar. Beziehe auch die Ansicht von unten in deine Auswahl ein.
Stelle anschließend die Lichttransmissionswerte der konkreten Farben gegenüber. Die genannten 77 % gelten für MARLON® ST Dreifach in farblos. Trage für andere Strukturen, Tönungen und Oberflächen den jeweiligen Datenblattwert daneben ein. So bleibt erkennbar, welche Ausführung du tatsächlich vergleichst.
Berücksichtige angrenzende Wohnräume, die durch das Dach Tageslicht erhalten. Plane eine gewünschte Beschattung zusammen mit der Überdachung. Eine Tönung verändert den Lichteindruck, garantiert aber keine bestimmte Temperatur unter dem Dach.
Stelle zur Bauform das vollständige Befestigungssystem zusammen
Lege vor der Bestellung die passende Verlegeanleitung bereit. Ordne jeder Dachkante, jedem Stoß und jedem Anschluss die vorgesehenen Bauteile zu. Damit erfasst deine Stückliste auch die Teile, die auf einem Produktbild leicht übersehen werden.
Bei den beschriebenen Stegplattensystemen liegen die Längsränder in Verlegeprofilen. Die Hohlkammern verlaufen am Dach in Gefällerichtung. Schütze die Stirnseiten nach Systemanleitung und halte am unteren Abschluss den vorgesehenen Feuchtigkeitsaustausch frei. Die Profile übernehmen die Befestigung der Platten.
Bei Wellplatten gehören Überdeckungen, Bohrungen, Dichtscheiben und die vorgesehenen Kalotten oder Abstandhalter zum Aufbau. Übernimm deren Maße und Anordnung aus der Anleitung des gewählten Profils. Plane bei beiden Bauformen Bewegungsspiel und einen durchgängigen Wasserlauf ein.
Berücksichtige für den Arbeitsablauf den Zugang, die Dachgröße und die Anschlussdetails. Lege Platten und Zubehör feldweise bereit. So kannst du während der Montage die Teile eindeutig zuordnen.
Kalkuliere Platten und Zubehör in einer gemeinsamen Liste
Stelle zuerst die technisch passenden Varianten zusammen. Erfasse für jede Variante Platten, Befestigung, Profile, Dichtungen, Abschlüsse und Versand. Vergleiche anschließend diese vollständigen Summen. Ein niedriger Plattenpreis allein sagt wenig über den gesamten Materialbedarf aus.
Beim Plattenwechsel nimmst du die vorhandenen Teile in dieselbe Liste auf. Kennzeichne unbeschädigte, zur Ersatzplatte passende Komponenten zur Wiederverwendung und beschädigte Teile zum Austausch. Ergänze den Aufwand für das sichere Entfernen der alten Eindeckung.
Der angebotene Zuschnitt ist im Plattenpreis enthalten. Stegplatten werden im angebotenen Bereich in Länge und Breite zugeschnitten; Wellplatten auf Länge, bei fester Breite. Die Liefertoleranz beträgt ±2 mm. Übernimm die ausgewählten Maße aus den Produktfeldern in die Stückliste. Einzelheiten stehen unter Zuschnitt.
Beginne mit der wichtigsten Anforderung deines Projekts
Ordne dein Vorhaben einer Nutzung zu und notiere die dafür entscheidenden Merkmale. Wähle anschließend die passende Bauform und Ausführung.
Terrassendach
Beginne mit Lichteindruck, Anschluss ans Haus und gewünschter Beschattung. Vergleiche beide Bauformen mit dem jeweils vollständigen Befestigungssystem.
Carport
Erfasse vorhandene Auflager und Wasserablauf. Stelle dafür passende Dachaufbauten zusammen und ergänze die gewünschte Lichtdurchlässigkeit.
Gewächshaus
Gleiche beim Ersatz zuerst Stärke, Aufnahme und Maße mit dem vorhandenen Rahmen ab. Vergleiche anschließend Licht- und Wärmedaten der passenden Ausführungen.
Geschlossener Wintergarten
Betrachte Wärmedämmung, Sonnenschutz und Anschlüsse gemeinsam. Halte die Anforderungen an den gesamten Raum vor der Plattenauswahl fest.
Häufige Fragen zum Vergleich
Welche Bauform kostet weniger?
Wie vergleiche ich den Hagelschutz?
Kann ich beide Bauformen kombinieren?
Bauform auswählen und Dachhaut planen.
Halte Dachmaße, Auflager und Fotos vorhandener Anschlüsse bereit. Wir helfen dir bei der Auswahl von Platten und passendem Verlegematerial.














