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Dacheindeckung für den Carport

Carport-Dachplatten: Welche passen zu deinem Dach?

Für einen lichtdurchlässigen Carport empfehlen wir Polycarbonat als erste Materialwahl: Der Kunststoff ist schlagzäh, bricht also bei Stößen nicht so leicht, und es gibt ihn als Stegplatte und als Wellplatte. Wähle Stegplatten für eine Dachfläche mit längs laufenden Klemmprofilen. Liegen quer verlaufende Auflager unter den Platten, beginne mit dem Vergleich passender Well- und Trapezplatten.

KI-generiertes AnwendungsbildHolz-Carport mit Stegplatten-Dach und Rinne an der Längsseite, ein Einkauf wird ausgeladen

Kurz-Antwort

Für ein neues Carportdach mit Klemmprofilen sind 16-mm-Polycarbonat-Stegplatten eine gute Ausgangswahl. Bei einer vorhandenen Konstruktion für Wellplatten nimm eine dazu passende Profilplatte, einzeln oder als Welldach-Bausatz mit Befestigung; so richtet sich die Auswahl nach dem tatsächlichen Aufbau. Für echten Schatten wähle eine ausdrücklich als blickdicht beschriebene Ausführung. Holz oder Aluminium allein legt die Plattenart nicht fest.

16 mmStärke der unten verglichenen Stegplatten 77 %Lichtdurchlass der MARLON® ST Dreifachplatte in farblos ±2 mmLiefertoleranz beim angebotenen Plattenzuschnitt
  • Auflageranordnung und Profilform aufnehmen
  • Tageslicht oder eine blickdichte Dachfläche wählen
  • Nutzbreite, Anschlüsse und Befestiger mitrechnen
01 — Dachaufbau

Wähle die Bauform nach deinen Auflagern.

Bei einer Erneuerung empfehlen wir, zuerst das bestehende System aufzunehmen. Fotografiere die Dachfläche von unten und die Randanschlüsse. Notiere Verlauf und Abstand der tragenden Bauteile, bisherige Plattenstärke und die Art der Befestigung. Eine Skizze mit jedem Plattenfeld erleichtert die Auswahl der Ersatzplatten.

Stegplatten liegen im hier beschriebenen System mit ihren Längsseiten in Klemmprofilen. Die Profile halten die Platten und verbinden die Felder zur Dachhaut. Diese Lösung eignet sich als Planungsansatz für eine gleichmäßig gegliederte, lichtdurchlässige Fläche.

Well- und Trapezplatten liegen auf Querauflagern und werden nach ihrer Profilanleitung befestigt. Für einen vorhandenen Aufbau dieser Art empfehlen wir einen Ersatz mit passendem Wellenprofil. Damit passen auch die Planung von Überdeckungen, Randteilen und Anschlüssen zusammen. Die nötigen Auflagerabstände stammen aus den Unterlagen der gewählten Platte.

Beim Neubau lege zuerst Dachfläche, Entwässerungsrichtung und Anschluss ans Haus fest. Lass anschließend Plattenraster und Unterkonstruktion gemeinsam auslegen. Berücksichtige in der Skizze auch die Einfahrt, Türen und Wege: Die Rinne soll das Wasser gezielt aufnehmen und vom genutzten Bereich wegführen.

02 — Materialien

Nimm Polycarbonat für Licht und Schlagzähigkeit als Ausgangspunkt.

Mit Polycarbonat beginnst du bei einem typischen offenen Carport sinnvoll. Vergleiche dann die Alternativen anhand deines eigentlichen Ziels: eine bestimmte Optik, ein passendes vorhandenes Profil oder eine blickdichte Eindeckung.

Material und BauformUnsere AuswahlhilfeWas du dazu zusammenstellst
Polycarbonat-StegplatteFür eine lichtdurchlässige Dachfläche mit Klemmprofilen wählenPassende Plattenstärke, Verlegeprofile und Kammerabschlüsse
Polycarbonat-WellplatteFür eine schlagzähe Profilplatte auf Querauflagern wählenWellenprofil, Befestiger und Anschlussformteile
Acrylglas-WellplatteBei gewünschter Acrylglasoptik mit der PC-Wellplatte vergleichenOberfläche, Farbe und materialgerechte Befestigung
PVC-Well- oder TrapezplatteBei einem passenden Profilaufbau in den Vergleich nehmenGenaues Profil und Montagevorgaben zur Wärmedehnung
GFK-Profilplatte in blickdichter (opaker) AusführungFür eine blickdichte Dachfläche mit Schatten wählenBeschriebene Farbe, Profilform und zugehörige Befestigung

Grundlage: Herstellerunterlagen zu MARLON®, RENOLIT ONDEX® HR/SOLLUX und DURACLAD® sowie unsere Produktdaten. Redaktionelle Auswahlhilfe, keine Rangliste der Tragfähigkeit.

Für PVC plane die Hinterlüftung und die Oberflächen der Auflager nach den RENOLIT-Vorgaben. Das vermeidet einen ungeeigneten Einbau mit Wärmestau. Vergleiche die vollständigen Angebote für denselben Dachaufbau, denn ein Materialname allein sagt wenig über die Gesamtkosten.

Bei GFK achte auf die ausdrücklich blickdichte Ausführung. Der Werkstoff wird auch für andere Lichtwirkungen eingesetzt. Für den Schattenwunsch zählt deshalb die Beschreibung des gewählten Produkts.

Wellplatten fürs Carportdach: einzeln oder als Bausatz

Alle Profilplatten mit Material, Profil und Zubehör findest du unter Wellplatten und Lichtplatten. Für ein helles, schlagzähes Dach beginne mit der Polycarbonat-Wellplatte 76/18 aus MARLON® CS Diamond: Der Hersteller nennt überdachte Autostellplätze ausdrücklich als Anwendung. Du wählst sie in Längen von 1 bis 7 m, farblos, bronze oder graphit, glatt oder mit Wabenprägung. Ab 1,5 m Länge kannst du beim Produkt zusätzlich eine kürzere Wunschlänge eingeben; der Zuschnitt ist kostenlos, ±2 mm.

Willst du die ganze Dachhaut samt Befestigung in einer Bestellung, nimm einen Welldach-Bausatz aus Polycarbonat oder Acrylglas, auf die gewählte Dachtiefe zwischen 2 und 7 m zugeschnitten. Profilfüller, Wandanschluss und First wählst du als Zubehör fürs Welldach dazu.

03 — Licht und Gewicht

Halte den Carport am Haus hell oder wähle bewusst Schatten.

Vor Wohnraumfenstern empfehlen wir eine farblose Platte mit hohem Lichtdurchlass. Sie erhält mehr Tageslicht für die angrenzenden Räume. Bei einem frei stehenden Carport ohne solche Fenster kannst du eine blickdichte Dachfläche gezielt für Schatten wählen.

Die Tabelle vergleicht drei konkret bezeichnete 16-mm-Stegplatten. So erkennst du, wie sich Kammeraufbau, Licht und Gewicht unterscheiden.

MARLON® ST Herstellerbeispiel, farblosLichtdurchlässigkeitU-WertFlächengewicht
Dreifach, 16 mm77 %2,4 W/m²Kca. 2,7 kg/m²
X-Struktur, 16 mm66 %2,0 W/m²Kca. 2,5 kg/m²
M-Wall, 16 mm, Typ PST_016_0_MW_2873 %2,2 W/m²K2,8 kg/m²

Quelle: Brett Martin, „Arbeiten mit Marlon ST“, 2024, S. 23; Datenblatt 16mm M-Wall, REF PST_016_0_MW_28, 09.11.2016. Die X-Struktur der Broschüre hat 1.250 mm Bezugsbreite.

Für einen offenen Carport empfehlen wir, den Lichtwunsch vor einen möglichst niedrigen U-Wert zu stellen. Das Dach umschließt hier keinen beheizten Raum. Für Sonnenschutz vergleiche zusätzlich den Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert), falls der Hersteller ihn nennt: Er gibt an, wie viel Sonnenwärme durch die Platte kommt. Die Lichtdurchlässigkeit allein beschreibt die Wärme unter dem Dach nicht.

Nutze das Flächengewicht für Transport- und Montageplanung. Rechenbeispiel: Eine Fläche von 3 m² der genannten Dreifachplatte wiegt bei 2,7 kg/m² etwa 8,1 kg. Die langen, flächigen Bauteile brauchen außerdem ausreichend Platz zum Tragen und Einlegen.

04 — Lasten

Vergleiche Stützweiten nur am genau bezeichneten Plattentyp.

Lege zur Plattenauswahl das passende Lastblatt neben deine Aufmaßskizze. Die Tabelle zeigt als Beispiel die Werte aus einem Herstellerblatt von 2016 für MARLON® M-Wall mit genau 980 mm Plattenbreite und 20 mm Randeingriff, also 20 mm Auflage am Rand; der Sicherheitsfaktor 1,2 ist bereits enthalten. Es sind keine bestätigten Werte für die Stegplatten im Shop.

Last laut HerstellerblattAngegebene Spannweite bei 980 mm Breite
0,50 kN/m²5,80 m
0,75 kN/m²3,05 m
1,00 kN/m²2,35 m
1,25 kN/m²2,04 m
1,50 kN/m²1,83 m

Quelle: Brett Martin, Datenblatt 16mm M-Wall, REF PST_016_0_MW_28, 09.11.2016, Tabelle „Span/Load“. Herstellerbeispiel ausschließlich für die genannte Ausführung und Breite.

Nimm für die Platte, die du kaufst, deren eigenes Datenblatt beim Produkt; fehlt es, frag uns danach. Die Tabelle macht den Zusammenhang anschaulich: Mit steigender Last sinkt die angegebene Spannweite. Bei Wellplatten suchst du entsprechend den zulässigen Abstand der Querauflager für das gewählte Profil.

Für Hagel vergleiche die zugeordnete Herstellerprüfung und die Garantiebedingungen. Für die Polycarbonat-Wellplatte 76/18 nennt das Produkt 10 Jahre Herstellergarantie, für MARLON®-Stegplatten sind es ebenfalls 10 Jahre. Beim Welldach-Bausatz aus klarem Polycarbonat stehen 10 Jahre auf die Lichtdurchlässigkeit und 3 Jahre auf Bruch. Es gelten jeweils die Garantiebedingungen des Herstellers, für alle Käufer.

Dieser Ratgeber ersetzt keine Statik. Lass Standortlasten, Einflüsse eines höheren Hausdachs, Unterkonstruktion, Platten, Profile und Befestigung gemeinsam bemessen. Die Lasttabelle gilt nur für ihren benannten Aufbau. Ob dein Carport eine Baugenehmigung braucht oder an der Grundstücksgrenze stehen darf, regelt die Bauordnung deines Bundeslands; frag vor Bestellung und Bau beim Bauamt nach.
05 — Aufmaß

Rechne bei Wellplatten mit der Nutzbreite.

Für die Stückzahl nimm die nutzbare Deckbreite der Profilplatte. Die Gesamtbreite enthält den Bereich für die seitliche Überdeckung. Schreibe beide Maße in die Materialliste, damit eine scheinbar ausreichende Gesamtbreite später keine Lücke im Dach lässt.

Konkretes ProduktprofilGesamtbreiteNutzbreite
MARLON® CS Diamond, Sinus 76/181.045 mm988 mm
HIGHLUX® Wellplatte, Sinus 76/181.045 mm988 mm
DURACLAD®, Sinus 177/51 P61.100 mm1.062 mm

Quelle: Produktdaten im Shop, Stand November 2026. Maße gelten für die genannten Profile; Randanschlüsse und Überdeckung folgen der jeweiligen Montageanleitung.

Miss die Plattenlänge entlang der geneigten Dachfläche. Plane Traufe und oberen Anschluss anschließend nach dem Systemdetail ein. Bei mehreren Plattenreihen entlang des Gefälles zählt auch die Höhenüberdeckung zur benötigten Länge.

Bei Stegplatten leite die Breite aus dem Profilraster ab. In unseren Alu-Profilsystemen für 16 mm beträgt das Mittelfeld von Sparrenmitte zu Sparrenmitte die Plattenbreite plus 25 mm. Das Randfeld von der Außenkante zur nächsten Sparrenmitte benötigt Plattenbreite plus 55 mm. Die Aufmaßanleitung zeigt die Messpunkte.

06 — Montage

Plane vom oberen Anschluss bis zur Rinne.

Wähle die Dachneigung vor der Materialbestellung. Für das hier beschriebene Stegplattensystem beträgt die Mindestneigung 5°. Bei Profilplatten übernimmst du Neigung und Überdeckungen aus der Anleitung des konkreten Profils. Die Schritte 3 und 4 gelten nur für Stegplatten, Schritt 5 nur für Well- und Trapezplatten.

  1. Arbeitsbereich vorbereiten

    vor dem Rückbau

    Plane einen sicheren Zugang und Platz für die neuen Platten. Betritt Dachplatten nicht direkt.

  2. Auflager vorbereiten

    vor dem Einlegen

    Setze das festgelegte Raster um und bereite Kontaktflächen sowie Befestiger nach der Systemanleitung vor.

  3. Stegplatten ausrichten

    nur Stegplatten

    Die Kammern laufen in Gefällerichtung. Die gekennzeichnete UV-Seite zeigt nach außen.

  4. Kammern abschließen

    nur Stegplatten

    Zieh vorher die Schutzfolie an den Rändern zurück, laut Anleitung etwa 100 mm, an den Stirnseiten etwa 50 mm, damit sie nicht unter Bändern und Profilen klemmt. In unserem Profilsystem sitzt oben Alu-Klebeband mit Abschlussprofil, unten Filterband mit Tropfkantenprofil und freiem Ablauf.

  5. Profilplatten befestigen

    nur Well- und Trapezplatten

    Verwende Bohrmaße, Schraubpunkte, Dichtteile und Überdeckungen aus der zugehörigen Anleitung.

  6. Wasserlauf fertigstellen

    zum Abschluss

    Verbinde oberen Anschluss, Dachfläche und Traufe mit der geplanten Entwässerung. Entferne die restliche Schutzfolie nach der Montage.

Lass der Platte den vorgeschriebenen Bewegungsraum. Klemmprofile, Bohrungen und Anschlüsse müssen die Wärmeausdehnung aufnehmen. Bei einem Dachwechsel nutze weiterverwendete Teile erst nach einem Abgleich von Zustand, Profilform und Passung.

07 — Bestellung

Vergleiche die vollständige Eindeckung.

Erstelle eine gemeinsame Liste für Platten, Verbindungsteile, Randabschlüsse und Entwässerung. Bei Stegplatten gehören Dichtungen und Stirnseitenbänder dazu. Bei Wellplatten ergänzt du die vorgesehenen Befestiger und Formteile. Plane beim Dachwechsel auch Rückbau und Abtransport der alten Eindeckung ein.

Der angebotene Zuschnitt ist im Plattenpreis enthalten. Stegplatten werden im angebotenen Maßbereich in Länge und Breite zugeschnitten. Bei Wellplatten gilt der Zuschnitt für die Länge; die Breite bleibt vorgegeben. Die Liefertoleranz beträgt ±2 mm. Übertrage deshalb die fertigen Bestellmaße aus deiner Skizze, nicht die ungeprüfte Gesamtbreite des Dachs.

Einfacher bestellst du mit einem Bausatz: Der Welldach-Bausatz bringt Wellplatten mit Befestigung, der Bausatz Stegplatten zugeschnittene Stegplatten mit Alu-Profilen, Dichtbändern und Schrauben. Das Alu-Alu-System passt auch auf einen Carport mit Holz- oder Metallunterbau. Eigene Maße für eine Stegplatten-Dachhaut planst du im Konfigurator.

08 — Fragen

Häufige Fragen zum Carportdach

Welche Dachplatte soll ich zuerst vergleichen?
Für eine lichtdurchlässige Eindeckung empfehlen wir Polycarbonat. Wähle anschließend Steg- oder Wellplatte nach der Auflageranordnung.
Gehen Stegplatten auch auf einem Holz-Carport?
Ja. Verwende ein dafür geplantes Klemmprofilsystem und passende Befestiger für den Untergrund.
Was nehme ich für eine blickdichte Dachfläche?
Eine ausdrücklich blickdichte Profilplatte, beispielsweise eine passend beschriebene DURACLAD®-Ausführung.
Wie finde ich die richtige Stückzahl?
Rechne bei Wellplatten mit der Nutzbreite und den Anschlussdetails. Bei Stegplatten bestimmen Feldmaße und Profilraster die Aufteilung.
Gibt es ein Carportdach mit Wellplatten als Bausatz?
Ja. Der Welldach-Bausatz enthält Wellplatten im Profil Sinus 76/18, auf die gewählte Dachtiefe zugeschnitten, dazu Schrauben und je nach Material Abstandhalter oder Kalotten. Pfosten, Pfetten und Latten gehören nicht dazu.
Beratung

Wähle die Dachhaut passend zu deinem Carport.

Halte Fotos der Auflager, Dachmaße und deinen Lichtwunsch bereit. Wir helfen dir bei der Auswahl von Platten und Zubehör.

0209 8830-7717 · Mo–Fr 8–17 Uhr · kontakt@stegplattenversand.de

  • Zuschnitt nach Maß (±2 mm)
  • Paket 2–5, Spedition 5–14 Werktage
  • Abholung in Gelsenkirchen nach Absprache